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| Thailand
2003
Regie : Prachya
Pinkaew
Darsteller : Tony
Jaa, Perttary Wongkamlao |
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Ong-Bak ist die heilige Buddhastatue eines kleinen thailändischen
Dorfes. Als Antiquitätenschieber eines Tages den Kopf der Statue
stehlen, droht Unglück über das Dorf hereinzubrechen.
Also schickt man Ting (Tony Jaa) los, um den Kopf
zurückzuholen. Hierbei wird er unterstützt von dem Kleinganoven
Humlae, der aus demselben Dorf stammt. Schon bald spüren
die beiden den Kopf der Statue auf und geraten in Konlikt mit der
Gangsterbande. Pech für die Gangster , dass Ting ein Meister
des Muay Boran, einer alten Form des modernen Thaiboxen,
ist.
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OK, die Handlung des Filmes kann man getrost
vergessen, aber das ist ja bei den meisten Martial Arts-Filmen
so. Was zählt ist halt die Action.
Die Idee zu dem Film kam dem Regisseur Prachya Pinkaew und
dem Co-Autor Phanna Rithikrai (bei einem Cameo-Auftritt
Photo rechts oben) schon Ende der Neunziger Jahre. Phanna Rithikrai,
Trainer für Taekwondo, Kung Fu, Schwertkampf
und Muay Thai, der als einer der wenigen Menschen überhaupt
noch die alten Techniken des Muay Boran beherrscht und
"nebenbei" noch selbst als Regisseur tätig ist, wollte
einen modernen Martial Arts-Film schaffen, ohne Kung Fu,
dafür mit dem heutzutage fast vergessenen Muay Boran
im Mittelpunkt. Als Hauptdarsteller stand schon recht früh
Tony Jaa fest, ein Schüler Phannas, der schon
seit fühester Jugend von einer Karriere als Martial Arts-Star
träumte und bislang fast ausschliesslich als Stuntman gearbeitet
hatte. |
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Für Tony Jaa, der bislang
nur Taekwondo und Kung Fu trainiert hatte, bedeuteten
die Vorbereitungen auf diese Hauptrolle vier Jahre intensiven
Studiums des Muay Boran. Und es hat sich gelohnt. Was
der bis dato noch ziemlich unbekannte Jaa hier für
ein Feuerwerk an Artistik und perfekt choreogaphierten Kämpfen
abliefert, braucht sich vor seinen erklärten Vorbildern Bruce
Lee und Jackie Chan wirklich nicht zu verstecken,
wenn es diese nicht sogar in den Schatten stellt. Jaa
schlägt mal eben zweifache Salti, hechtet durch Stacheldrahtrollen
und unter Autos her und erledigt seine Gegner bevorzugt mit dem
Ellenbogen oder dem Knie, auch gerne mal in der Luft. |
| Während Kung Fu
einen starken tänzerischen Aspekt enthält, geht es beim
Muay Boran in erster Linie darum, den Gegner möglichst
schnell auszuschalten, wobei beinahe jedes Mittel recht ist. Allerdings
fehlen auch hier die artistischen Elemente nicht und, wie gesagt
: die Artistik Tony Jaas ist atemberaubend. Das alles ohne
Einsatz von Computereffekten, Drähten und Seilen. |
| Was besondes auffällt, ist der knallharte
Realismus der Kampfszenen und mit meiner ersten Vermutung, hier
würde man vielleicht Strafgefangene im Dienste der Kunst und
für eine Amnestie verprügeln, lag ich gar nicht so falsch,
denn in Wirklichkeit werden hier Stuntmen im Dienste der Kunst und
für Geld verprügelt. Laut Aussage des Regisseurs sind
die Szenen deshalb so realistisch, weil hier, wie er es selbst lakonisch
nennt, "auf Kontakt" gekämpft wurde : Die Tritte
und Schläge sind zwar echt, die Stuntmen aber gepolstert und
der Trick ist "einfach nicht ganz so fest zuzuschlagen",
wobei er allerdings anmerkt, dass |
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das nicht immer funktioniert hat.
auch Jaa blieb nicht ganz von Blessuren verschont, aber
was nimmt man nicht alles für die Kunst auf sich.
Um ein wenig Humor in die Geschichte einzubauen, castete man noch
den in Thailand überaus beliebten Comedian Perttary Wongkamlao
als Humlae. |
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Ansonsten zelebriert der Filme noch die
völlige Zerstörung eines Fight Clubs auf der Khaosan
Road und als einen Höhepukt noch eine überaus
rasante Verfolgungsjagd über die Hochbahnen Bangkoks,
allerdings mit Tuk-Tuks, von denen die meisten spektakulär
verschrottet werden.
Der Film machte Tony Jaa zumindest in Thailand zu einem
Superstar und erregte die Aufmerksamkeit Luc Bessons,
der für den westlichen Markt eine etwas andere Version schnitt
und sie mit moderner Musik unterlegte. Das hierbei ein Handlungsstrang
komplett wegfiel, macht allerdings nichts weiter, da die Hand- |
lung, wie schon erwähnt, eh
zweitrangig ist. Dieser Version liegt auch die DVD zugrunde.
Obwohl ich schon viele Martial Arts-Filme gesehen habe, muss ich
sagen, dass mich "Ong-Bak" völlig begeistert hat
und Tony Jaa nicht zu unrecht als ein würdiger Nachfolger
Bruce Lees und Jackie Chans gehandelt wird, auch
wenn die Kampfstile denkbar unterschiedlich sind. |
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