VR China 2003
Regie : Zhang Yimou
Darsteller : Jet Li, Maggie Cheung, Donnie Yen, Zhang Ziyi
China vor 2300 Jahren : Der tyrannische Kaiser Qin versucht mit allen Mitteln das gespaltene Reich zu einen. Um ihn a ufzuhalten, versuchen mehrere Attentäter ihn zu töten. Plötzlich erscheint der namenlose Held ( Jet Li ) vor dem Kaiser und behauptet die drei gefährlichsten Attentä-ter ausgeschaltet zu haben. Der Kaiser befragt ihn nach den Vorkomm-nissen und der "Held" erzählt seine Geschichte, verstrickt sich aber in Widersprüche und langsam kommt die wahre Geschichte ans Tageslicht.
Der historische Rahmen für diesen Film ist derselbe wie bei Chen Kaiges Monumental-Epos "Der Kaiser und sein Attentäter" aus dem Jahre 1999, damals dem teuersten chinesischen Film aller Zeiten. In seinem ersten Martial-Arts Film strickt der vielfach preisgekrönte chinesische Meisterregisseur Zhang Yimou jedoch eine eigene Legende von Liebe, Pflicht, Gehorsam und Verrat um die historischen Begebenheiten. Yimou der bislang eher kleinere, realistische Filme (u.a. Silberner Löwe für "Rote Laterne" ) gedreht hat, betont in "Hero" die mythische und fast irreale Natur des Martial-Arts-Genres und schafft mit einem Budget von 30 Millionen Dollar einen Bilderrausch, der seinesgleichen sucht. Jede Rückblende wird von einer spezifischen Farbe dominiert, die die Stimmung der erzählten Version nicht nur unterstreicht, sondern massgeblich prägt. So entstehen Bilder von unglaublicher Intensität, die sich im Bewusstsein des Zuschauers einprägen.
 
Niemand, der den Film gesehen hat, wird vermutlich jemals den Pfeilhagel, die in einem goldenen Wald kämpfenden Frauen oder den Kampf auf einem spie- gelglatten See vergessen. Die Kampfszenen sind perfekt durchkomponiert, legen allerdings weniger Wert auf Artistik und mehr auf Aesthetik, als beispielsweise bei "Tiger & Dragon" (wo sie schon sehr aesthetisch waren). Natürlich können auch hier die Protagonisten fliegen. Während dies jedoch bei "Tiger & Dragon", der ja nebenbei durchaus eine realistische Geschichte erzählt, mitunter bedremdlich
wirkt, passen die Flugszenen in "Hero" perfekt zur ohnehin künstlichen Atmosphäre des Filmes.
Mit Jet Li, Tony Leung, Maggie Cheung und Zhang Ziyi spielen einige der beliebtesten und besten Darsteller Ostasiens mit und zeigen neben aller Akrobatik auch schauspielerisches Format.
"Hero" ist ein opulenter Bilderrausch, der auch Leute, die eigentlich keine Martial-Arts-Filme mögen, begeistern dürfte.
 
 
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