LOKALMATADORE
Schifferhaus Mülheim 17.12.2005
Das Weihnachtssingen hat in unserer Gegend eine lange Tradition. Überall auf den Weihnachtsmärkten, in den Gemeinden, in den Betrieben, Behörden und Justizvollzugsanstalten des Landes finden sich Menschen zusammen, um die schönste Zeit des Jahres feierlich zu besingen. Auch die LOKALMATADORE laden jedes Jahr ihre Freunde ein, das Fest der Liebe gemeinsam zu begehen. Austragungsort war auch dieses Mal das ehemalige Schifferhaus, das ja schon von aussen eine gewisse Ähnlichkeit mit einem Lebkuchenhaus hat und alle kamen, so wie weiland die drei Heiligen aus dem Morgenland.
Das Schifferhaus war, wie jedes Jahr, zum Bersten gefüllt und da sich der Beginn des Konzertes aus unerfindlichen Gründen verzögerte, ergriffen einige junge Männer die Gelegenheit, und gröhlten mit weihnachtlicher Inbrunst die alten Lieder.
Ostfront Den Anfang machten OSTFRONT, die sofort daraufhinwiesen, dass dies ihr erster Auftritt seit 22 Jahren sei. Nun, nach den ersten Takten hätte man dies auch sehr gut allein festgestellt und man ahnte auch sehr bald, dass sie diese letzten 22 Jahre nicht im Proberaum verbracht haben, zumindest nicht gemeinsam. OSTFRONT boten Rumpelpunk mit Texten, die vor 22 Jahren sicherlich aktuell waren. Versteht mich nicht falsch : Mir hat dieser nostalgische Ausflug in die frühen 80er gefallen, auch wenn das Schlagzeug schon etwas sehr rumpelte. Aber wir reden hier von PUNK und ich bin auch kein Kritiker beim METAL HAMMER. Auch das Publikum litt nicht allzu sehr, da es einfach weiterhin die penibel einstudierten LOKALMATADORE-Hits sang.
Zum Auftritt der LOKALMATADORE gibt es wenig zu sagen. FISCH bewies in Nikolaus-Verkleidung erneut seine Fähigkeiten als Entertainer. Es gab ein Gewinnspiel, bei dem es darum ging das Auftreten eines bestimmten schmutzigen Wortes in einem Song zu erraten und ein paar Glückliche nahmen die Gewinne mit einem Leuchten in den Augen entgegen, wie es nur das Weihnachtsfest in Kinderaugen zu zaubern vermag.
Die Stimmung war etwas gedämpft, da Schalke am selben Tag gegen Stuttgart verloren hatte, was mir aber relativ egal war, da ich als Borusse ohnehin nicht zur Zielgruppe der LOKALMATADORE gehöre. ( Leider hatte Dortmund aber auch mit 1:2 gegen die Sch....-Bayern verloren. )
Trotzdem wurde ausgiebig geschunkelt, gesungen und mit Bier gespritzt. Alles, wie gewohnt, von einem Humor getragen, den meine Eltern unterm Weihnachtsbaum ungern mit mir teilen würden und der so manche Nordmanntanne dazu veranlassen dürfte, aus Scham prompt ihre Nadel abzuwerfen.
Am Ende gab es noch ein Medley alter Schlager, die die LOKALMATADORE für ihre speziellen Bedürfnisse umgeschrieben hatten.
Ho,ho,hooo...!!!

Fazit : Ein perfekter Auftakt für ein besinnliches Weihnachtsfest. Zwar nichts Neues, aber warum auch? Wertkonservative Zeitgenossen wie ich schätzen ohnehin das Altbewährte. Und so sagen wir alle : "Danke, es war mal wieder schön! Nächstes Jahr kommen wir wieder !"
An dieser Stelle noch ein kleiner Hinweis an die Veranstalter :

  1. Wir Menschen im Ruhrgebiet lieben unsere Region, unsere Weihnachtsbräuche und unser Bier.
  2. Wenn wir Bier trinken, trinken wir es untergärig und AUS GLAS. ( Manchmal, aber auch nur manchmal, wenn z.B. das Geld nicht reicht, trinken wir es auch aus Dosen.)
  3. Aber was wir niemals, aber auch wirklich niemals mögen, ist es Bier aus ekligen Plastikflaschen mit Schraubverschluss zu trinken.

Bitte beim nächsten Mal beachten !!!

 
 
 
 
www.lokalmatadore.com
www.schifferhaus.com
www.teenagerebel.de
 
Kontakt fuer Fragen, Anregungen, zusaetzliche Infos und Kritik : hier
copyright © 2002 - 2008 Jörg Overbeck