Der OLGA-Park ist eine grosse Brachlandschaft in Oberhausen, an
der die Entwicklungen der Parkgestaltung der letzten 500 Jahre scheinbar
spurlos vorüber gegangen sind. Angesichts der Tatsache, dass
es hier keinen Schatten gibt, konnte man fast schon foh sein, dass
es am Tag der Ruhr in Love regnete. Bei Sonnenschein wären
die Sanitäter vermutlich überfordert gewesen.
Ich muss zugeben, dass ich solche Techno-Grossveranstaltungen schon
seit ein paar Jahren meide und die Ruhr in Love hat mir
nur nochmal recht deutlich vor Augen geführt, warum überhaupt.
Hier reihte sich Anlage an Anlage und was herauskam
war nur noch ein einziger Beat-Brei. Selbst wenn man unmittelbar
vor den Boxen stand, waren immer noch die anderen Stände zu
hören, so dass das Ergebnis durchaus mit ner Kirmes vergleichbar
war und leider war auch die Musik nur allzuoft auf ebendiesem Niveau.
Hier stellt sich schon die Frage, ob weniger
nicht einfach mehr ist und ob wirklich jede Dorfdisco als Veranstalter
auftreten muss, auch wenn sie substantiell nun wirklich nix Neues
beiträgt.
Dass mich halbwüchsige Glatzenträger mit schwarz-weiss-roten
LONSDALE-Hemden extem langweilen, muss ich nicht extra erwähnen.
Von daher entschloss ich mich dann, nicht erst auf HARDFLOOR,
auf die ich mich eigentlich gefreut hatte, zu warten, sondern lieber
rechtzeitig zu Deutschland-Brasilien nach hause zu fahren.
Schönes Spiel. Leider unglücklich verloren. Aber so war
der Tag weingstens nicht ganz im Eimer.