MANG-GON JAI : Thai-Juwelen
Heller Verlag
In Deutschland wurde der Sohn eines Juwelenhändlers ermordet. Eine Spur führt nach Thailand. Grod Jäger, der lange Zeit in Thailand gelebt hat und die Sprache beherrscht, ermittelt in dem Fall und kommt einer Bande von Juwelenschmugglern auf die Spur, die ihn von Bangkok über Phuket bis in den Issan führt.
Auch wenn mir so harte Ausdrücke eigentlich widerstreben : Dieses Buch ist absoluter Schund. Der Ort der Handlung ist zwar Thailand, aber es bietet nur eine Ansammlung der üblichen Stereotypen und billigen Klischees über dieses Land. Der Held ist natürlich ein Europäer, der plötzlich übermenschliche Schiesskünste entwickelt und alle Gegner mit einem Schuss zwischen die Augen tötet, die Barmädchen, die allesamt ein hartes Schicksal, aber gutes Herz haben, helfen dem Europäer und steigen natürlich auch umsonst (feuchter Männertraum eines jeden Sextouristen) mit ihm ins Bett und auch die thailändische Polizei hat kein Problem damit, dass sich ein deutscher Tourist in ihre Arbeit einmischt. Diese Klischees werden auch noch von einer schlecht geschriebenen Krimihandlung eingerahmt, die schlicht vorhersehbar und absolut unspannend ist.
Wer Krimis aus Thailand lesen möchte, sollte zu den Büchern Christopher G. Moores greifen, die zwar auch nicht gerade Perlen des Genres, aber im Vergleich zu diesem Mist, schon fast grosse Literatur sind. Wer etwas über Thailand erfahren will, sollte im Zweifelsfall im Katalog seines Reiseveranstalters blättern, der immer noch mehr (und fundiertere)Informationen über das Land bietet, als dieses Buch.
 
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